reifenwechsel.de Reifen ABC: Buchstabe S

Schlupf
Von Schlupf spricht man, wenn die tatsächlich zurückgelegte Strecke pro Radumdrehung vom tatsächlichen Radumfang abweicht. Schlupf entsteht aufgrund von Durchdrehen oder Blockieren der Räder und wirkt sich direkt auf den Reifenverschleiß aus. Je geringer der Schlupf, desto weniger Verschleiß.
Schneeflockensymbol
Das Schneeflockensymbol dient der einfachen Identifizierung von Reifen mit geprüften Wintereigenschaften. Im Rahmen einer vereinheitlichten Prüfung mit definierten Kriterien wird der Reifen mit einem standardisierten Reifen verglichen. Erzielt der Reifen bessere Werte als der Vergleichsreifen, erhält er das Schneeflockensymbol. Mit dieser offiziellen Stempelung – die nur in Kombination mit der M+S-Kennung erfolgt – wird eine klare Abgrenzung zu M+S-gekennzeichneten Sommer- bzw. Ganzjahresreifen erreicht.
Schneeketten
Schneeketten sind eine Fahrhilfe bei extremen Schnee- und Streckenbedingungen. Diese sollten Sie nur aufziehen, wenn kein Fahrbahnbelag mehr zu erkennen ist, da Sie sonst den Belag und Ihre Schneeketten beschädigen. Es gibt zwei Typen von Schneeketten: Die Antriebsketten werden auf den Antriebsrädern montiert und sollen das Durchdrehen der Räder verhindern. Die Spurketten werden auf der Lenkachse montiert und schützen Ihr Fahrzeug vor dem Wegrutschen.
Schräglaufwinkel
Abhängig vom Gewicht und der Geschwindigkeit eines Autos wird es durch die Fliehkraft nach außen gedrängt. Der Schräglaufwinkel bezeichnet den Unterschied zwischen der Stellung des Rades und der tatsächlichen Fahrtrichtung. Der am Fahrwerk eingestellte Schräglaufwinkel sorgt dafür, dass die Räder immer etwas mehr eingelenkt sind, als es der Kurvenverlauf vorgibt. Dieser Vorgang wird allerdings erst spürbar, wenn sich das Auto am Haftlimit der Reifen, zwischen extremer Fliehkraft und höchstmöglich nutzbaren Seitenkräften befindet. Bei zusätzlichem Einlenken erreichen die vom Reifen aufgebrachten Seitenkräfte irgendwann die Obergrenze und die Lenkkraft lässt nach. Erst bei zurückgenommen Lenkeinschlag, verkleinert sich der Schräglaufwinkel wieder und die Seitenkräfte steigen wieder an.
Silicia
Die Kieselsäure Silicia wird in der Gummimischung verwendet und ermöglicht einen spürbaren geringeren Rollwiderstand, ein gutes Nässeverhältnis sowie eine höhere Laufleistung des Reifens. Insbesondere bei der Entwicklung von Winterreifenmischungen machte sich dies positiv bemerkbar.
Sommerreifen
Sommerreifen sind die ideale Bereifung für trockene Straßen, hohe Temperaturen, relativ hohe bis sehr hohe Geschwindigkeiten mit entsprechenden Temperaturbelastungen sowie feuchte und nasse Fahrbahnen. Als Faustregel gilt: Sommerreifenzeit ist von O bis O – von Ostern bis Oktober. Angaben zu den zulässigen Sommerreifen für Ihr Fahrzeug finden Sie in Ihrem Kfz-Schein – oder wenden Sie sich einfach an Ihren Reifenfachhändler, er wird Sie gerne beraten. Achten Sie außerdem auf die Profiltiefe Ihrer Reifen! Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor. Allerdings verlieren Reifen bereits mit weniger als 3 mm Profiltiefe enorm an Straßenhaftung.
Stahlgürtel
Siehe Gürtel
Sturz
Unter Sturz versteht man die Neigung des Rades senkrecht zur Fahrbahn. Ist das Rad oben nach außen geneigt, dann ist der Sturz positiv (+); bei oberer Neigung des Rades nach innen ist der Sturz negativ (-). Diese Schrägstellung hat mehrere Effekte: Das Radlager wird entlastet, die Flatterneigung der Räder wird vermindert und die Seitenführung wird verbessert.
Sägezahn
Eine ungleichmäßige Abnutzung der Profilblöcke führt zu einer Sägezahnbildung. Durch die zunehmenden Vibrationen kommt es zu einem starken Anstieg des Geräuschpegels. Durch ein rechtzeitiges Wechseln der Reifen zwischen Vorder- und Hinterachse kann die Bildung von Sägezähnen verhindert werden.