reifenwechsel.de Reifen ABC: Buchstabe M

M+S
Pkw-Reifen mit der Kennung M+S (Mud + Snow) sind für den Einsatz bei Matsch und Schnee geeignet. Neben Winterreifen findet man diese Kennzeichnung auch bei Ganzjahresreifen.
Mindestprofiltiefe
Seit 1992 müssen Sommer- und Winterreifen für PKWs, LKWs und Motorräder europaweit eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm aufweisen. Bei einem Reifen mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm erhöhen sich der Bremsweg bei Nässe und die Aquaplaning-Gefahr. Daher sollten Sommerreifen spätestens bei 2 mm und Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe ausgetauscht werden. Ob man bereits die Mindestprofiltiefe erreicht hat, kann man über die im Profilgrund der Lauffläche integrierten Abriebindikatoren (siehe TWI - Tread Wear Indicator) erkennen. Die Lage der Indikatoren ist auf der Seitenwand gekennzeichnet.
Mischbereifung
Kombinationen unterschiedlicher Reifengrößen, Fabrikate, Neu- und Gebrauchtreifen oder Sommer- und Winterreifen führen zu uneinheitlichen Reaktionen der Reifen und sorgen im Extremfall für ein unkontrolliertes Fahrverhalten. Bei der Umrüstung sollten generell alle vier Reifen von dem gleichen Hersteller mit dem gleichen Profil ausgerüstet werden. Werden nur zwei Reifen ausgewechselt, sind diese immer achsweise zu ersetzen. Um eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen zu gewährleisten sollten diese, z.B. bei der Sommer-/Winter-Umrüstung, von vorne nach hinten und umgekehrt getauscht werden.
Nach §36 StVZO ist die Montage von Reifen unterschiedlicher Bauart unzulässig, d.h. Radial- und Diagonalreifen dürfen nicht an einem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Gänzlich verboten ist im Normalfall die Montage unterschiedlicher Reifengrößen. Ausnahme im Pannenfall: Montage des Notrades zur Fahrt in die Werkstatt. Eine weitere Ausnahme gibt es bei einigen Sportwagenmodellen, hier ist aber ausdrücklich im Kfz-Schein vermerkt, dass vorne und hinten unterschiedlich große Reifen zu verwenden sind.