reifenwechsel.de Reifen ABC: Buchstabe A

ABE
ABE steht für Allgemeine Betriebserlaubnis. Diese muss für jeden PKW erteilt werden und wird automatisch mit dem Fahrzeugschein ausgehändigt.Werden Änderungen am Fahrzeug vorgenommen (Tuning o.ä.) müssen diese vom TÜV abgenommen werden und in den Fahrzeugbrief eingetragen werden.
Abrieb
Während der Fahrt reibt der Reifen ständig an der Fahrbahn und nutzt sich ab. Diese Abnutzung des Oberflächenmaterials bezeichnet man als Abrieb oder Verschleiß. Checken Sie daher regelmäßig das Profil Ihrer Reifen: Sommerreifen sollten 3 mm, Winterreifen mindestens 4 mm Profil haben.
Abriebsbild
Stimmt die Fahrwerkseinstellung und haben die Reifen den richtigen Luftdruck, dann erfolgt der Abrieb gleichmäßig. Das Abriebsbild liefert somit wichtige Hinweise (z.B. Fehleinstellung am Fahrwerk). Daher ist eine regelmäßige Kontrolle beim Reifenfachhändler spätestens alle 10.000 km empfehlenswert.
ABS
ABS ist die Abkürzung für Anti-Blockier-System. Das System verhindert bei einer Vollbremsung das Blockieren der Räder und ermöglicht dem Fahrer in einer Gefahrensituation das kontrollierte Lenken des Fahrzeuges.
ACC
Die Adaptive Cruise Control (ACC) regelt als Fahrerassistenzsystem die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann. Ein Radarsensor überwacht den Raum vor dem Fahrzeug und drosselt oder beschleunigt entsprechend die Geschwindigkeit des Fahrzeuges.
Achsposition
Beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen (oder umgekehrt) ist die Achsposition zu beachten. Sie gibt an, wo ein Reifen eingesetzt wurde und jetzt eingesetzt werden soll.
Hilfreich sind dabei Kreidemarkierungen am Reifen: VL für vorne links, HR für hinten rechts (jeweils in Fahrtrichtung). Generell gilt: Die Reifen mit höherer Profiltiefe sollten auf die Hinterachse. Für eine gleichmäßige Abnutzung der Reifen, können die Radpositionen verändert werden.
Alterung
Der Reifenalterungsprozess wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So altert der Reifen beispielsweise durch Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Feuchtigkeit sowie Wärme und Kälte. Dadurch verändern sich Elastizität und Haftfähigkeit des Reifens. Dies gilt auch für nicht oder wenig benutzte Reifen. Um einen Leistungsabfall zu verhindern, werden der Gummimischung Substanzen zugegeben, die den Alterungsprozess stark verlangsamen. Nach zehn Jahren sollten Sie Ihre alten Reifen jedoch durch neue Reifen ersetzen.
Anforderungsprofil
Jeder Reifen hat eine Vielzahl von Anforderungen zu erfüllen. Diese reichen von Brems- und Aquaplaning- und Handlingeigenschaften über Abriebfestigkeit und Komfortverhalten bis hin zu Geräuschentwicklung und Rollwiderstand. Zudem sollen die Reifen ein möglichst geringes Gewicht besitzen. Letztendlich gilt: Jeder Reifen hat die ihm zugeordnete Traglast und max. Geschwindigkeit des Fahrzeugs (plus TÜV-Toleranz) zu erfüllen, d.h. das Auto, das auf ihm lastet, zu tragen. Dabei muss die maximale Summe der Antriebs-, Brems- und Seitenkräfte auf trockener Fahrbahn, bei Feuchtigkeit, Nässe, auf Schnee und Eis sicher auf die Fahrbahn übertragen werden.
Aquaplaning
Aquaplaning (Wasserglätte) bezeichnet das Aufschwimmen des Reifens, d.h. der Reifen verliert jeglichen Kontakt zur Fahrbahn und es können keine Führungs- sowie Bremskräfte übertragen werden. Dies kann bereits bei geringen Geschwindigkeiten einsetzten, wenn der Wasserfilm entsprechend hoch ist, der Straßenbelag sehr glatt oder das Profil der Reifen verschlissen ist. Aber auch bereits bei geringen Wasserhöhen kann dieser Effekt bei entsprechend hoher Geschwindigkeit einsetzen. Um die Gefahr des Aquaplaning zu verringern, achten Sie auf ausreichend Profil Ihrer Reifen und auf eine angepasste Geschwindigkeit bei Nässe.
ASR
ASR steht für Antischlupfregelung. Es verbessert die Beschleunigung Ihres Fahrzeuges, indem es durch Drosselung der Gaszufuhr ein Durchdrehen der Räder beim Anfahren verhindert. Die Räder haben genug Grip und der Reifenverschleiß nimmt ab.
Asymmetrisches Profil
Beim asymmetrischen Profil wurden unterschiedliche Profileigenschaften in einem Reifen vereint. An der Außenseite weisen diese Reifen zumeist eine geschlossene Schulter auf, die zu erhöhter Blocksteifigkeit und infolge dessen zu einer verbesserten Kurvenstabilität führt. Der offene, zur Innenschulter hin verlaufende Profilbereich dagegen übernimmt die Aufgabe der schnellen Wasserableitung. Reifen mit asymmetrischem Profil können beliebig auf dem Fahrzeug montiert werden, sie haben nur eine vorgeschriebene Innen- bzw. Außenseite, die es zu beachten gilt.
Aufstandsfläche
Die Aufstandsfläche bezeichnet den Bereich des Reifens, der den Kontakt zur Fahrbahn herstellt. Nur dort kann der Reifen seinen Grip aufbauen, um das Fahrzeug sicher in der Spur zu halten. Die Aufstandsfläche ist bei Straßenfahrten nicht größer als die Fläche einer Postkarte, was den hohen Stellenwert des Reifens als Sicherheitskomponente am Fahrzeug deutlich unterstreicht.
Ausland
Grundsätzlich unterliegt der Autofahrer, der auf ausländischen Straßen unterwegs ist dem dortigen Verkehrsrecht. Hierbei ist zu beachten, dass die Verkehrsvorschriften im Ausland teilweise erheblich von den deutschen Bestimmungen abweichen. Informieren Sie sich vor Reiseantritt genau nach den jeweiligen Rechten und Pflichten. Das erspart Ihnen Ärger und Geld. Achten Sie unbedingt darauf, dass in den meisten europäischen Ländern eine Höchstgeschwindigkeit gilt.
Auswuchten
Anbringen kleiner Gewichte an der Felge, um einen optimalen Rundlauf zu gewährleisten. Schlecht ausgewuchtete Räder beanspruchen Reifen, Radlager und Radaufhängungen.